27. dresdner schmalfilmtage – festival für 8 und 16 mm film - 12.–15. März 2026
12.03.2026 — 15.03.2026
Vom 12. bis 15. März 2026 verwandeln die 27. dresdner schmalfilmtage Dresden erneut in einen Hotspot der internationalen Schmalfilmszene. Unter dem diesjährigen Motto „Roots and Riots“ spannt das Festival einen Bogen von den Ursprüngen des Schmalfilms bis zu seinen widerständigen, experimentellen Impulsen der Gegenwart.
Die Besucher:innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm aus internationalen Filmreihen, Wettbewerben, Live-Performances, Workshops sowie Angeboten für Kinder.
Zu den Höhepunkten zählen der Internationale Found Footage Wettbewerb und der Internationale Wettbewerb Super 8/16, in denen aktuelle Produktionen aus aller Welt gezeigt und mit Jury- und Publikumspreisen ausgezeichnet werden. Gefundenes Filmmaterial, Archivbilder und experimentelle Ansätze stehen dabei ebenso im Fokus wie klassische analoge Filmformen.
Ein besonderes Festivalerlebnis bieten die Live-Formate: Musiker:innen vertonen Super-8-Filme direkt vor Publikum beim Livevertonungswettbewerb. Performative Arbeiten wie Jan Kulkas Archeoskope-Performance oder die audiovisuelle Zusammenarbeit von Martin Klapper und Martin Ježek erweitern das Kino um installative und klangliche Dimensionen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf herausragenden künstlerischen Positionen der Schmalfilmgeschichte und -gegenwart: Mit „Eadweard Muybridge, Zoopraxographer“ wird einem Pionier der bewegten Bilder nachgespürt, dessen Arbeiten bis heute grundlegende Fragen von Wahrnehmung und Bewegung prägen. Die polnische Filmemacherin Ewelina Rosińska verdichtet persönliche Erinnerungen, Landschaften und Begegnungen in drei poetischen Filmen. Die Tödliche Doris, eine prägende Künstler:innengruppe und Band der 1980er Jahre, steht ebenfalls im Mittelpunkt. Ihre genre- und medienübergreifenden Arbeiten zwischen Punk, Performance, Film und bildender Kunst wirken bis heute nach. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch „Der Fleck“ von Willy Hans, der in sommerlicher Flusslandschaft ein zeitloses Zwischenreich zwischen Jugend, Begehren und Ausbruch entwirft.
Das Festivalprogramm widmet sich zudem den vielschichtigen Perspektiven auf Film, Archiv und Alltag. Im Programm „Haus Halten“ wird Hausarbeit – oft unsichtbar in den eigenen vier Wänden – sichtbar gemacht. In „Invisible Hands“ wird über Fürsorge anhand alter Filmaufnahmen reflektiert, „Clotheslines“ beleuchtet das Thema Wäsche, und „The Advantage of Lying On The Floor“ zelebriert den Akt des Niederlegens. Weitere Programme widmen sich dem urbanen Raum, Archivpraxis sowie politischen und poetischen Formen des Amateurfilms: Das Nationale Filmarchiv Prag (NFA) präsentiert historische Filme, die neue Perspektiven auf das kulturelle Erbe eröffnen, während „Film Restored – Filmerbe Festival Berlin“ zeigt, wie Restaurierung und Archivarbeit Filme bewahren und einem zeitgenössischen Publikum zugänglich machen. Ein weiteres Highlight ist das kuratorische Projekt „Archiving Feelings“ von VideoClub, das Amateurfilme, private Archive und experimentelle Videopraktiken miteinander verbindet. Jenseits klassischer Dokumentarformen verhandelt es Geschichte als sinnliche, fragmentierte Erfahrung im Geist des lateinamerikanischen magischen Realismus.
Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz: In der Schmalfilmwerkstatt für Kinder und im Kinderfilmprogramm können junge Zuschauer:innen und Familien die Welt des analogen Films spielerisch entdecken. Begleitend zum Filmprogramm öffnen die Festival Lounge, die Festival Galerie sowie moderierte Get-together-Formate Raum für Austausch zwischen Publikum, Filmschaffenden und Fachbesucher:innen.
Das vollständige Programm sowie Tickets unter: www.schmalfilmtage.de
Kontakt
Motorenhalle. Projektzentrum für zeitgenössische Kunst
Wachsbleichstr. 4a / Zugang via Adlergasse12, KulturHof
01067
Dresden
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Öffnungszeiten
Mi-Fr 15-19 Uhr Sa-So 14-18 Uhr