Wilhelm Rudolph: Holzschnitte

In Dresden hat Wilhelm Rudolph (1889–1982) noch immer ein Heimspiel. Kein anderer Künstler seiner Generation hat es so wie er vermocht, den Schrecken des Krieges ins Bild zu bannen. Bis heute wirken seine Holzschnitte des Zyklus „Das zerstörte Dresden“, 1959 durch das Kupferstichkabinett erworben, von bedrückender Aktualität. Doch allzuoft wird dieser Meister des Hochdrucks auf seine Optiken der Zerstörung festgelegt. Insofern dürften seine weniger bekannten Motive wie eine Offenbarung wirken. Ob streng und geometrisierend wie in den 1920er Jahren oder von geradezu pointillistischer Weichheit, ob Tier, Landschaft oder weiblicher Akt, die Ausstellung zeigt Wilhelm Rudolphs lebensbejahende Seite.

Im Kabinett wird Malerei von Hans Kutschke gezeigt.