Vot ken you mach? Kunst, Filme, Konzerte, Lesungen, Gespräche, Comics zu jüdischen Identitäten in Europa heute

  

Yael Bartana (Amsterdam / Tel Aviv / Berlin), Amit Epstein (Berlin), Karolina Freino (Wroclaw) mit James Muriuki (Nairobi), Eduard Freidmann (Wien), Rafał Jakubowicz (Poznan), Sharone Lifschitz (London), Nikola Radić Lucati (Tel Aviv / Belgrad), Tamara Moyzes (Prag), Ruth Novaczek (London), Krystyna Piotrowska (Warschau), Barak Reiser (Frankfurt a. M.), Eran Schaerf (Berlin), Anna Schapiro (Dresden), Tal Sterngast (Berlin), Maya Schweizer (Berlin / Rom), Tehnica Schweiz – Gergely László & Péter Rákosi (Berlin / Budapest), Shira Wachsmann (Berlin), Arye Wachsmuth (Wien), Claire Waffel (Berlin)

 

Ausstellung vom 2. Dezember 2013 bis 4. Mai 2014 im Kunsthaus Dresden und im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden (Yael Bartana)

 

Eröffnung am 1. Dezember 2013, 16 Uhr, Kunsthaus Dresden

 

Das Kunsthaus Dresden freut sich, gemeinsam mit Partnern in Wrocław, Malmö und Dresden die Ausstellung und Veranstaltungsreihe Vot ken you mach? zu jüdischen Identitäten im heutigen Europa eröffnen zu können.

 

Das Veranstaltungsprogramm beginnt mit der Meschugge Party Berlin: Hanukkah Vs. Christmas-Party mit DJ Aviv without the Tel am Vorabend der Eröffnung sowie dem Solo-Konzert von Ofrin am Eröffnungsabend.

 

Der jüdisch-russische Komponist Aaron Lebedeff stellte die Frage, „Was kann man tun?“ im New York der 1920er Jahre. Der in anglisiertem Jiddisch geschriebene Song gab damals der Beobachtung, dass sich Identitäten zwischen ‚Herkünften’,Gegenwart und Zukunft im Fluss befinden, eine sprachliche Form und entspricht damit unserer heutigen Vorstellung von Identität als Konstellation von Möglichkeiten. In dem nach seinem Song benannten Projekt bleibt die Frage, fast hundert Jahre später, programmatisch offen, sie erhält ein großes Spektrum individueller künstlerischer Antworten.

 

Vot ken you mach? zeigt Werke junger Gegenwartskünstler_innen in Europa zu Geschichte und Gegenwart jüdischer Identität in einer Vielzahl an Medien. Die Künstler_innen der Ausstellung untersuchen historische Konstellationen von lebendiger Erfahrung und Identität und konstruieren Bedingungen, unter denen ein offener Umgang mit Individualität und Geschichte möglich ist. Gemeinsam ist ihnen in der dritten Generation nach der Schoa das Anliegen, Muster der Verarbeitung zwischen Befangenheit, Kompensation, Trauma zu verlassen und mittels formaler künstlerischer Entscheidungen und der Reflektion von Bildern zukünftigen Formen von Identität neue Wege zu bahnen.

 

In Zusammenarbeit mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr wird die Installation „Entartete Kunst lebt“ derKünstlerin Yael Bartana vom 2. Dezember 2013 bis zum 4. Mai 2014 in dem von Daniel Libeskind umgestalteten Museumsbau gezeigt. Die 16 mm-Film- und Klanginstallation der israelischen, in Berlin und Amsterdam lebenden Künstlerin erweckt ein zentrales, im Zusammenhang mit der Entarteten Kunst-Aktion verschollenes Werk von Otto Dix zu neuem Leben, das zugleich eng mit der Dresdner Kunstgeschichte verbunden ist: „Kriegskrüppel“ (1920).

 

Vot ken you mach? Konzerte, Filme, Gespräche, Performances und weitere Ausstellungen bieten Einblicke zu Fragen von Kunst und (jüdischer) Identität: Strategien der Identitätsverschiebung in der Popkultur, neue Szenen jüdischer Kultur in Osteuropa, Familiengeheimnisse und das Schweigen zwischen den Generationen, Gedenken als Verpflichtung, die ungeschriebene Kulturgeschichte jüdischer Rache und die Suche nach einem ‚normalen’ jüdischen Alltag sind hier thematische Schwerpunkte.

 

Das Veranstaltungsprogramm beginnt mit der Meschugge Party Berlin: Hanukkah Vs. Christmas-Party mit DJ Aviv without the Tel am Vorabend der Eröffnung sowie dem Solo-Konzert von Ofrin am Eröffnungsabend.

 

Zu weiteren Veranstaltungen werden Sie ab Januar herzlich eingeladen.

 

Eröffnung

 1. Dezember 2013, 16 Uhr, Kunsthaus Dresden

14 Uhr: Preview mit Kuratorenführung in Anwesenheit der Künstler_innen

16 Uhr: Begrüßung: Dr. Ralf Lunau, Beigeordneter für Kultur, Landeshauptstadt Dresden

und Alexander Nachama, Rabbiner Jüdische Gemeinde zu Dresden

Grußwort: Dorota Monkiewicz, Muzeum Współczesne Wrocław

Eröffnungsvortrag: Olga Mannheimer, München

Einführung: Christiane Mennicke-Schwarz, Kunsthaus Dresden, & Valentina Marcenaro, Jüdische Gemeinde zu Dresden

18 Uhr

Konzert: Ofrin (SOLO) – The Bringer

Informationen finden Sie ebenfalls ab dem 15.11. auf unserer neu gestalteten Webseite unter

www.kunsthausdresden.de.

 

In Kooperation mit dem MWW – Muzeum Współczesne Wrocław, der Jüdischen Gemeinde Dresden und dem Malmö Konstmuseum

 

 Weitere Partner: Technische Sammlungen Dresden, Kulturzentrum Scheune e.V., HATiKVA e.V., Institut français Dresden, Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, S T O R E

 

 Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden