RASSISMUS, MIGRATION UND DIE KONSTRUKTION DES „FREMDEN“ IN DER DDR

5. Juli 2019, 19 Uhr
Eine Veranstaltung von spot_the_silence im Kunsthaus Dresden.

Mit: Aurora Rodonò (Kulturarbeiterin, Dozentin), Raiko Hannemann (ASH Berlin),
Angelika Nguyen
(Filmwissenschaftlerin, Autorin), Nina Borst (Moderation)

„Auch in der DDR gab es ideologische Figurationen, in denen sich Vorstellungen von Fremd- und Unterlegenheit mit solchen von Herrschaft und Macht zu verbinden scheinen: zum Beispiel in der Person des zurückgekehrten kommunistischen Exilanten, der in den Augen mancher zum “Fremden” und zum Symbol sowjet-stalinistischer Herrschaft wurde, oder der Vertragsarbeiterin, die als Interessenträgerin des Regimes figurierte und somit ebenfalls im Verbund mit der Herrschaft zu stehen scheint. Wirkten hier ähnliche ideologische Versatzstücke wie heute? Und war das Moment des “Aufstands des Volkes gegen die da oben” eines, das eine Ähnlichkeit zum Gestus des Anti-Establishments von Pegida, AfD und Co aufweist?“

Der obenstehende Text beschreibt einen Auszug zu den Perspektiven, die zu betrachten erforderlich ist, um in einem gemeinsamen gesellschaftlichen Handeln und einer veränderten gemeinsamen Aufmerksamkeit für das rechtzeitige Erkennen rassistischer Tendenzen und deren Gefahren Sorge zu tragen.

Die Veranstaltungsreihe Gespräche/Assemblage – den NSU-Komplex kontextualisieren in Chemnitz, Wurzen, Freiberg und Dresden wurde entwickelt von Christian Obermüller und Rixxa Wendland (spot_the_silence).