NICHT DASS WIR DENKEN, DAS WAR MAL ANDERS

Jörn Lies (Leipzig)

 

Jörn Lies zeigt Zeichnungen, Fotografien und Objekt, die um die Themen Macht, Ohnmacht und Anmaßung kreisen. Er arbeitet vorranging mit gefundenen Bildern aus den Printmedien und dem Internet. Inhaltlich geht es dabei im Wesentlichen um die sich immer wiederholende Geschichte unter dem Deckmantel des Neuen.
Lies benutzt historisch aufgeladene Bilder und Objekte als Symbole und eignet sich durch deren Nutzung eine spezifische Sprache an, indem er künstlerisch auf sie reagiert, sich also zu ihnen verhält. Dadurch wird der historische Kontext ausgehebelt oder verstärkt und in etwas Anderes transformiert.
Diesen historischen Bildern, die der Nachwelt teils bedeutungsschwer wichtige und weniger wichtige Ereignisse in Erinnerung halten wollen, fügt Lies mit seinen Interventionen neue Bedeutungsebenen zu. Durch den Witz, den er dabei unter Beweis stellt, durchbricht er nicht nur die Last des historischen Erbes, sondern hinterfragt gleichzeitig die Glaubwürdigkeit von Fotografien und von historischen Überlieferungen im Allgemeinen.
 

Eröffnung: 19.01.2014, 14-22 Uhr
geöffnet: 20.01.2014, 14-17 Uhr