Henriette Grahnert: Abstrakt in Disko

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, dem 23. September um 20 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Zur Einführung spricht Susanne Altmann, Kunsthistorikerin.
Die Künstlerin ist anwesend; es erscheint ein Katalog.
Ausstellung und Katalog verdanken sich einer Kooperation zwischen Städtischem Museum Engen (Allgäu), Zentrum für Aktuelle Kunst in der Zitadelle Spandau (Berlin) und Leonhardi-Museum Dresden.

Henriette Grahnert wurde 1977 in Dresden geboren. Sie studierte von 2007 – 2014 Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 2020 lebt und arbeitet sie wieder in Dresden.
Die Dresdner Malerin Henriette Grahnert bewegt sich bravourös zwischen, in und über den visuellen Koordinatensystemen einer post-postmodernen Bildkultur. Ihre malerischen Kompositionen – die mitunter auf den ersten Blick wie Collagen anmuten – speisen sich aus Zitaten, Assoziationen und Reminiszenzen. Sie bringen scheinbar Disparates aus verschiedenen Zeiten, Stilen und -ismen zusammen. Mal erscheinen sie als heiteres Capriccio, mal entwickeln sie eine differenzierte Analyse der Malerei, ihrer Möglichkeiten und Grenzen. Was daraus entsteht, sind Bildräume von ebenso komplexer wie manchmal beeindruckend klarer Struktur. So ist die Kunstgeschichte – vornehmlich die der Moderne – nicht allein motivischer Fundus, sondern ebenso Resonanzboden für intensive Auseinandersetzungen mit historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Verweisen und damit Werkzeug zeitgenössischer Befragungen. Die Betrachtenden sehen sich „nicht mit einem hermetisch geschlossenen Kosmos konfrontiert, sondern entdecken eine Vielzahl tragikomischer Don Quijotes, die Identifikation wie Empathie und ein diffuses Gefühl der Solidarität provozieren.“ (Harriet Zilch)