Fußnoten zum Aufbruch

Vernissage, Ausstellung
Mi 8.5.2013 |  20:00

 

In der Ausstellung  Fußnoten zum Aufbruch und den begleitenden Veranstaltungen sind Fragen nach den Spannungen zwischen persönlichen, kollektiven und gesellschaftlichen Aufbrüchen zu stellen und gemeinsam mit Künstlern und weiteren Experten auszuloten. Leben wir in einer Zeit des Aufbruchs? Wie wirken Aufbrüche? Gibt es nach Fukushima, inmitten einer Fiskal- und Wertekrise eine höhere Bereitschaft, neue Wege zu gehen? Wohl kaum Jemand bricht allein des Aufbrechens wegen auf. Die Frage nach den Motiven steht ebenso wie die nach denen, die nicht aufbrechen wollen oder können. Spätestens seit der Moderne ist der Begriff des Aufbruchs prinzipiell positiv besetzt. Assoziationen zur Utopie oder zum Neuen Menschen liegen nahe. Spätestens in diesem Augenblick aber wird klar, wie vielschichtig und wie problematisch der an sich harmlos scheinende Aufbruch sein kann.

Mit dem Thema Aufbruch schließen wir einerseits an Phänomen Wohlstanaus dem vergangenen Jahr an, beziehen uns andererseits aber auch auf unsere eigene Situation. Vor der Motorenhalle wird gerade ein Neubau errichtet, dessen Fertigstellung zum Jahresende für riesa efau natürlich einen neuerlichen Aufbruch bedeuten wird und so einen Anstoß für unsere Überlegungen gibt.