Eppur si muove – und sie bewegt sich doch!

Eppur si muove – und sie bewegt sich doch!
Villa Massimo zu Gast im Japanischen Palais

 

Der Rompreis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo gilt als bedeutendste Auszeichnung für deutsche und in Deutschland wirkende Künstler*innen mittels Stipendienaufenthalten im Ausland. Die Villa Massimo, 1910 vom jüdischen Unternehmer und Kunstmäzen Eduard Arnhold gegründet, gehört heute der Bundesrepublik Deutschland und befindet sich im Geschäftsbereich der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Jährlich wird der sogenannte Rompreis an je neun Künstler*innen oder künstlerische Kollektive vergeben. Die Rompreisträger*innen der Jahrgänge 2020 / 21 und 2021 / 22 der Villa Massimo zeigen im Japanischen Palais ihre in Rom entstandenen Werke. Internationale Künstler*innen aus den Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik verwandeln das Palais unter dem Titel Eppur si muove – und sie bewegt sich doch! Villa Massimo zu Gast im Japanischen Palais in einen Ort der Auseinandersetzung mit unserer eigenen Zeit und mit der Frage, wie sich die Welt verändern wird. Kenah Cusanit, Uraufführung von Bricoletto als szenische Lesung, 18 Uhr Bricoletto ist eine kleine Hommage von Kenah Cusanit an die „Bricolage“ – ein Konzept, bei dem es darum geht, Probleme zu lösen, indem man bereits vorhandene Quellen nutzt, statt neue Ressourcen zu verwenden. Was die Autorin damit zu lösen versucht, hat mit der Fotographie zu tun und der Frage: Wie kann man heute über etwas derart exzessiv Betriebenes sprechen wie das Fotographieren, das unseren gesamten Alltag durchdringt? Kenah Cusanit tut es, indem sie in ihrem Text einen literarischen Text so verfasst, der eine vielschichtige Konversation zwischen Roland Barthes, Walter Benjamin, Marshal McLuhan, Claude Levi Strauss und Susan Sontag komponiert. Wir befinden uns im Jahr 1979, „backstage“ im Literarischen Colloquium Berlin. Das von Cusanit erdachte Podium hat es leider so nie gegeben. Doch kann man sich sehr gut vorstellen, dass es genauso hätte stattfinden können.

 

DCA~OPEN: Ausstellung bis 20 Uhr geöffnet