DRESDEN RESIDENTS #1

In Zusammenarbeit mit der Grafikwerkstatt Dresden und gefördert durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz präsentiert die Galerie Werke der zwei Künstlerinnen aus Hamburg und Schweden parallel zu ihrem Arbeitsaufenthalt in der Grafikwerkstatt. Gezeigt werden vornehmlich Arbeitsergebnisse direkt aus der Werkstatt.

Die litauische Grafikerin Jūratė Narmontaitė spezialisierte sich auf Lithographie, nachdem sie sich in Schweden bei einem Lehrgang in die Technik und den Stein verliebte.  

Bildbestimmendes Motiv sind bei ihr Vögel – neben vielen symbolischen Aspekten ist es vor allem das Gefühl von Freiheit, das sie vermitteln. Seitdem wir allerdings alle aufgrund der Pandemie irgendwie festhängen, veränderte sich der Fokus von Jūratė Narmontaitė: Die „Zeit“ hält mehr und mehr Einzug in ihre Arbeit. Hier wird sich auch die kleine abstrahierte lithographische Edition zum Thema „Escape“ einordnen, die während ihres Aufenthaltes in der Grafikwerkstatt Dresden geplant ist.

Soyon Jung wurde 1982 im südkoreanischen Gwangju geboren. Nach einem Kunststudium an der Ewha Woman’s University in Seoul ging sie nach Deutschland und studierte an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) bei Haegue Yang und Jutta Koether. In ihren Arbeiten kombiniert sie klassische Radierungen mit digitalen Drucktechniken, Video und 3D-Fotografien. Sie lebt in Hamburg.

Jungs Zeichnungen sind klassische Radierungen, die sie mit digitaler Bildbearbeitung und Folientechniken aus dem Manga-Genre kombiniert. In ihrer aktuell entstehenden Bildserie „Stadtmauern“ (AT) greift die Künstlerin die wachsende kulturelle und ökonomische Ungleichheit zwischen städtischem und ländlichem Raum auf. Mittels futuristischer Stadtmauern von Metropolen wie Berlin oder Hongkong überträgt sie die gegenwärtigen Konflikte in eine postnationale Zukunft.