Christoph Roßner „Oblomow“

Eröffnung am Freitag, dem 11. September um 20 Uhr

Es spricht Dr. Holger Birkholz; der Künstler ist zur Eröffnung anwesend.

Im Grenzland zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, zwischen Repräsentation und Assoziation bannt Christoph Roßner seine Motive ins Zweidimensionale. Überzeichnungen, Zwischenräume und Leerstellen komplettieren die mehrdeutigen Kompositionen und heben die Hierarchisierung von Vordergrund und Hintergrund, von Innen und Außen auf. Mit seiner Affinität zu Stillleben und anderen klassischen Sujets erzählt Roßners Werk abwegige Geschichten jenseits aller naturalistischen Darstellung. Der Künstler bedient sich dabei eines inszenierten Unvermögens: Figuren erscheinen in kindlicher Reduktion auf Strichzeichnungen, Proportionen und Größenverhältnisse stimmen nicht, der Hintergrund drängt sich durch seine Farbigkeit vor, Objekte werden aufs Zeichenhafte abstrahiert. Die Perspektive wird auf Diagonalen reduziert, die sich nicht auf einen gemeinsamen Fluchtpunkt einigen können. Roßner kitzelt unsere Erwartungshaltungen hervor und enttäuscht sie dann: Mit einem Lächeln auf den Lippen müssen wir sie als irrelevant erkennen.

Das Leonhardi-Museum Dresden zeigt rund 20 Gemälde und 30 Zeichnungen des Künstlers.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.