Bauhaus-Wochenende in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste

Vortrag: Anne & Lawrence Halprin: Tanz & Architektur – Formen der kollektiven Kreativität“
Julia Bojaryn und Jana Schmück (DE)
Do 01.04.2021 / 19:00 Uhr

Anlässlich des 100. Geburtstages von Anna Halprin widmet sich dieser Vortrag dem Leben und den visionären Arbeitsansätzen der Tänzerin und ihres Mannes, dem Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin.

Ihre gemeinsame Arbeit wurde geprägt durch die Philosophie der Bauhaus-Schule. Kollektive Kreativität, interdisziplinäres Arbeiten und die Entwicklung des RSVP Zyklus sind wesentliche Merkmale und Ergebnisse ihres kreativen Schaffens.

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Geometrisches Ballett – Hommage à Oskar Schlemmer
Ursula Sax/Katja Erfurth (DE)

Do 01.04 / 20:00 Uhr
Fr 02.04 / 20:00 Uhr
Sa 03.04 / 20:00 Uhr

Die im Rahmen des Appia Festivals 2019 gezeigte Neuinszenierung des Geometrischen Balletts der Berliner Künstlerin Ursula Sax durch die Dresdner Choreografin Katja Erfurth wird erneut im Großen Saal zu sehen sein.

Charakteristikum des Konzeptes „Geometrisches Ballett – Hommage à Oskar Schlemmer“ der Bildhauerin Ursula Sax ist die Gattungsüberschreitung von Skulptur, Performance, Tanz, Theater und Musik. Das Werk kam 1992 auf einer Probebühne am Theater Braunschweig mit Student*innen zur Aufführung und war Oskar Schlemmer und seinem „Triadischen Ballett“ gewidmet. Im Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 wurde es wiederentdeckt. Zusammen mit dem Musiker Sascha Mock und dem Lichtdesigner Ted Meier interpretiert die Choreografin Katja Erfurth den Werkzyklus mit seinen speziellen, textilen Formen, Masken und Körperskulpturen neu. Dabei entstehen ebenso beeindruckende wie ungewöhnliche Szenen zwischen strenger Geometrie, warmer Körperlichkeit und expressiver Bewegung.

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+ Workshops
Sa 03.04.2021
Eintritt frei. Anmeldung unter: workshop@hellerau.org

11:00 – 12:30 Uhr Workshop Körperpappen + Licht 
14:00 – 15:30 Uhr Workshop Körperpappen + Musik
16:00 – 17:30 Uhr Workshop Körperpappen + Bewegung (mit Simultanübersetzung in DGS)

Wie wir wissen, spielte nicht nur die Architektur und Kunst in den 1920er-Jahren am Bauhaus eine wesentliche Rolle, sondern auch Performance, Tanz und Theater, wo die Grundphänomene „Raum und Körper, Bewegung, Ton, Musik, Licht und Farbe“ experimentell untersucht wurden.

Bis heute sind die Einflüsse dieser Zeit zu spüren, haben Veränderungen von Raum, Körper, Bewegung in unserer mechanisierten, technisierten und digitalisierten Zeit immer dominantere Auswirkungen. Ursula Sax widmete der Untersuchung der Grundphänomene drei unterschiedliche Werkgruppen, darunter die Körperpappen.

Zur Abrundung unserer Beschäftigung mit dem Bauhaus-Traditionen und mit den bisher nicht künstlerisch erprobten Körperpappen wollen wir in drei Workshops mit diesen zweidimensionalen geometrischen Figuren einen kreativen körperlichen Umgang erkunden, um organische und mechanische Bewegungsmöglichkeiten im Raum in Verbindung von geometrischen Figuren, der Bewegung, der Form, des Lichtes und der Farbe des Tones (Sprache und Musik) zu erproben.

Die Workshops sind für alle Altersklassen geeignet, es sind keine tänzerischen oder szenischen Vorkenntnisse erforderlich. Die künstlerische Leitung der Workshops besteht je nach Schwerpunkt aus Katja Erfurth (Bewegung) Sascha Mock (Musik), Ted Meier (Licht).

 

Vortrag: Vom Triadischen Ballett zu den Bauhaustänzen und weiter
Torsten Blume (DE) 
Sa 03.04.2021 / 18:00 Uhr
Simultanübersetzung in Gebärdensprache

Der Vortrag zeigt auf, wie die Geschichte des Triadischen Balletts 1912 ihren Anfang genommen hat, als das Stuttgarter Tänzerpaar Alfred Burger und Elsa Hötzl auf der Appia-Bühne in Hellerau die rhythmische Gymnastik von Émile Jaques-Dalcroze erlebt hatten und dadurch  unbedingt auf neue Art und Weise tanzen wollten. Oskar Schlemmer, der dabei zunächst ihr Verbündeter gewesen ist ging nach der Premiere des Triadischen Baletts 1922 den gemeinsam begonnenen Weg auf eigene Weise weiter. Am Bauhaus entwickelte er nicht nur eine erneuerte Version des Triadischen Balletts sondern von 1926  bis 1929 auch die so genannten  „Bauhaustänze“,  die als   Bewegungsstudien mit verschiedensten Materialien und Formen raumplastische Leibesübungen für die Studierenden der Hochschule für Gestaltung gewesen sind. Seit Oktober 2020 steht die 2017/18 am Europäischen Zentrum der Künste reproduzierte „Appia Stage“ im Bauhaus Museum Dessau. Hier markiert sie nicht nur das Foyer des Museums als offene Raumbühne und Ort für experimentelle Performances. Im Bauhaus Open Stage Studio Programm wird hier auch in Kooperation mit heutigen Hochschulen für Gestaltung Schlemmers Bauhausbühnenpädagogik neu reflektiert und erkundet.

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