„Transformationen. 27 Dresdner Künstlerinnen begegnen sich in einem ungewöhnlichen Projekt.“

Zeitraum

Von: 01.09.2017

Bis: 07.10.2017


Anschrift

Neuer Saechsischer Kunstverein

Schützenplatz 1

01067 Dresden


Telefon:

0351 49 43 38 3


E-Mail

kv@saechsischer-kunstverein.de


website

saechsischer-kunstverein.de


Öffnungszeiten

Di. - Fr.: 14 - 18 Uhr I Sa.: 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung



„Transformation des Gewöhnlichen“ ist ein ungewöhnliches Projekt, dass 27 Dresdner Künstlerinnen zur Auseinandersetzung mit vorhandenen Formstücken anregte. Es war im Jahr 2009, als der Verein Kreativen Werkstatt Dresden e.V. eine große Anzahl Gießformen für keramische Figuren erbte. Kunst ist das Arbeiten mit den Dingen, mit Material und aus dem Nichts heraus, beflügelt von schöpferischen Ideen. Und so fanden die Gipsformen von Clown und Schwan ein neues Zuhause. Im Jahr 2015, als dem Verein das Lagerlager gekündigt wurde, brachten sich die Formen in Erinnerung. Die Gleichstellungsbeauftragten der Landesdirektion Sachsen bewilligte den Antrag zu diesem Projekt. Über Ausschreibungen und Flüsterpropaganda meldeten sich Künstlerinnen aller Generationen an. Aus den geplanten 10 Teilnehmerinnen wurden 27, es entwickelte sich ein fruchtbarer Prozess, die Werkstatt wurde zur Ideenschmiede auch durch paralleles gleichzeitiges Arbeiten mehrerer Künstlerinnen. Die Bildhauerin Christa Donner stellten diverse Figuren mit Hilfe von Gipsformen mit Gießton her. In noch feuchtem Zustand konnten diese von den beteiligten Künstlerinnen zerteilt, kombiniert, neu zusammengesetzt, verformt werden und durch Farbe (Glasur) Gestaltung erfahren. Es wurden Bestellungen aufgegeben für zehn Pferde; mehrere Pinienzapfen, Clowns, Pelikane, Dackel, Teller, Kannen, Hasen, sitzendes Mädchen, fünfzehn Schnecken und zehn Teufel, acht Waschbecken, vier Miniaturtoilettenbecken… Die alten figürlichen Gießformen, wie sie in der Keramikindustrie Verwendung fanden, bildeten die Basissubstanz für künstlerische Arbeit, für das Fabulieren mit Formen und Farben in der Umwandlung zu neuen Inhalten.
Geschmacklich Abgegriffenes, sagen wir Kitsch, wurde einer Qualitätsprüfung unterzogen und erfuhr durch Neuzusammenstellung und Bearbeitung eine Aufwertung zu ungewöhnlichen Objekten, die den Puls der Akteurinnen reflektieren. Die gestalterischen Ansätze sind unterschiedlichster Art, mal steht das Plastische oder Organische im Vordergrund, mal Struktur und Farbe oder es sind kleine Geschichten, abstrakte Kompositionen, mal Spielereien oder aber Ängste und Sehnsüchte unserer Zivilisation.