Julia Kuzminska, Irène Mélix, Pablo Walser | TAUSCHE BRAUTKLEID GEGEN REVOLVER

Zeitraum

Von: 02.06.2017

Bis: 04.06.2017


Anschrift

EX14

Königsbrücker Straße 6a

01099 Dresden


E-Mail

ex14.dresden@gmail.com


website

www.ex14.de



– Ein Wochenende über das Sammeln und Erzählen –

 

Julia Kuzminska, Irène Mélix, Pablo Walser

 

Eröffnung: 02.06.2017, 19–22 Uhr
geöffnet: 03.+04.06., 15–18 Uhr 

 

 

Die „Frau im Buchtitel – Sammlung“ ist eine weltweit einzigartige private Forschungsbibliothek. Privatsammlerin Julia Kuzminska präsentiert ihre derzeit 243 Exponate umfassende Sammlung erstmals einer interessierten Öffentlichkeit.Ihre ersten Exponate findet die passionierte Spaziergängerin im Jahr 2013 in der Hildesheimer Nordstadt in einem Bücherschrank: Ärzte und Frauen und Der Henker und die Frauen. Der Grundstein für die Sammlung ist gelegt. Sie spaziert von Bücherschrank zu Bücherschrank, baut ihre Sammlung zunehmends auf, erschließt sie systematisch und (er)findet Zusammenhänge und Kategorien. (Frauen und Zahlen, Frauen und Adjektive, Frauen und Berufe, Frauen unterwegs) .

In einer interaktiven Ausstellung sind die Besucher*innen dazu eingeladen an der weltweit umfangreichsten „Frau im Buchtitel – Sammlung“ zu forschen und diese in selbst ernannten Fachkreisen zu diskutieren. In Lesungen wird der Topos „Frau im Buchtitel“ tiefgründiger analysiert und es werden wirre und streitbare Thesen aus- und aufgestellt. Weitere Exponate werden von der Privatsammlerin live in die Forschungsbibliothek aufgenommen. Die Ausstellung bietet ideale Voraussetungen für vergleichbare Forschungen am Medium verstoßenes Buch am Beispiel Frau im Buchtitel.

Irène wird sich den patriarchal bedingten grauen Flecken der Buchsammlung widmen. Ausgangspunkt dazu werden einzelne Bücher sein, zum Beispiel die allumfassende Enzyklopädie der DDR mit dem schlichten Titel „Die Frau“. Erzählen die Bücher der Sammlung etwas über Frauen oder vielmehr über die Schreiber_innen, die über Frauen schreiben? Über das Patriarchat an sich? Und wie kommt es zu der unangenehmen heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit?
Einen alternativen Anknüpfungspunkt bilden die Freundinnenromane der 20er Jahre. Als lesbische Schriften erzählen sie eine ganz andere Geschichte.

Pablo Walser wird im Rahmen der Ausstellung den ganz großen Pinsel auspacken. Geplant ist, einzelne Titel der Sammlung, etwa „Die Frau auf dem Rücksitz“, möglichst genialistisch umzusetzen. Ob dazu alle Bilder falsch herum hängen oder von Assistent*innen Gemaltes verwischt wird, ist noch nicht klar.