Immer Ärger mit den Großeltern

Herzliche Einladung zur Eröffnung mit der Performance „Das Erbe“ von Linda Ellen Tessloff  und

mit  DJ Bonnie S

am Donnerstag, den 15. Februar 2018 um 19 Uhr

 

Zur Eröffnung zeigen die Bremer Künstlerin Linda Ellen Tessloff und die Schauspielerin Winnie Ricarda Bistram eine audiovisuelle Performance, die sich mit dem konkreten Erbe des Urgroßvaters Tesloffs,  dem Sozialisten und Verleger Ernst Tessloff, auseinandersetzt. Texte aus den ererbten Briefen werden collagiert mit eigenen Texten und Reiseberichten, die fast hundert Jahre später entstanden. Die Schauspielerin Winnie Ricarda Bistram begibt sich auf eine Reise durch verschiedene Zeiten und leiht den Texten ihre Stimme.

 

Anschließend kurze einführende Worte von Christiane Mennicke-Schwarz (Künstlerische Leiterin Kunsthaus Dresden) und Ingo Vetter (Künstler und Co-Initiator der Ausstellung)

 

 

Immer Ärger mit den Großeltern

 

Welche Beziehung zu Geschichte und Tradition wir haben, entscheidet sich nicht nur in der Auseinandersetzung mit besonderen historischen Ereignissen oder kulturellen Traditionslinien. Häufiger wird sie persönlich und greifbar in der konkreten Beziehung zu den vorangegangenen Generationen – zum Beispiel zu den Großeltern – und dem von diesen hinterlassenen kulturellen Umfeld, in das wir hineingeboren werden.

Individuelle Lebensgeschichten, ästhetische Entscheidungen und Zeitgeschichte sind in dem Erbe und der Prägung, mit der wir aufwachsen, unauflösbar miteinander verquickt. Die Ausstellung Immer Ärger mit den Großeltern zeigt zeitgenössische Werke einer jungen Generation von Künstlerinnen und Künstlern zum Umgang mit der Zeit der japanischen Kolonialherrschaft in Korea, zur paradoxen Geschichte der Donauschwaben, zum Nationalsozialismus und architektonischen, kulturellen und politischen Nachlass der DDR und der Transformationszeit nach 1989.

 

Künstlerinnen und Künstler

Lisa Maria Baier, Kyung-hwa Choi-ahoi, Antje Engelmann, Amit Epstein, Deborah Jeromin, Sven Johne, Margret Hoppe, Rajkamal Kahlon, Ahmet Kavas , Wilhelm Klotzek, Kateřina Šedá, Mila Panić, Ute Richter, Johanna Rüggen, Saša Tatić, Nikos Valsamakis, Ingo Vetter

 

Kuratiert von Christiane Mennicke-Schwarz und Ingo Vetter

 

Die Ausstellung wird im Kontext der Dresdner Gedenkveranstaltungen im Februar 2018 auch als ein Beitrag zu Fragen der Erinnerungskultur gezeigt. Dies wurde ermöglicht durch die Förderung der Stiftung Kunstfonds Bonn, für die wir ausdrücklich danken.

 

Gefördert durch die Stiftung Kunstfonds Bonn.
Abb.: Antje Engelmann: „Ihr seid zu schwer, ich kann Euch nicht tragen (Erzählstock)“